Ergebnisse der Umfrage zu den Arbeitswegen

Der Weg zur Arbeit leistet einen größeren Beitrag zu den Emissionen der Landeskirche als bisher vermutet. Eine Befragung der Mitarbeitenden ergab, dass eine Mehrheit bereits klimafreundliche Verkehrsmittel nutzt. Trotzdem bleibt das Auto das wichtigste Verkehrsmittel für den Weg zwischen Wohn- und Arbeitsstätte. Viele Autopendler/innen können sich aber einen Umstieg auf das Fahrrad oder den ÖPNV gut vorstellen und haben konkrete Vorschläge gemacht, wie die EKIBA dabei unterstützen kann. 

Ergebnisse 

Mit Hilfe einer großangelegten Befragung aller Mitarbeitenden wurden im Rahmen der Entwicklung des neuen Klimaschutzkonzeptes die Pendelverkehre zwischen Wohn- und Arbeitsstätten erfasst und ausgewertet. Auch wenn die Daten nicht vollständig repräsentativ sind, geben sie doch einen klaren Hinweis, dass der Beitrag der Mobilität zu den klimawirksamen Emissionen der Landeskirche bisher unterschätzt wurde. Insgesamt haben sich 1.219 Personen an der Befragung beteiligt, das entspricht einem Rücklauf von ca. 7,7%. Pfarrer/innen und Kirchenmusiker/innen wurden separat zu ihren Dienstwegen befragt. Schaubild 1 zeigt die Verteilung der Befragten auf die unterschiedlichen Berufsgruppen in der Landeskirche.

Das wichtigste Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit ist das Auto: ca. 45% der Befragten nutzen zumindest auf einer Teilstrecke den PKW. Das bedeutet aber auch, dass die Mehrheit der Befragten bereits klimafreundliche Verkehrsmittel (63,3%, inkl. Teilstrecken) nutzt (siehe Schaubild 2). Betrachtet man die tatsächlich gefahrenen Kilometer (Schaubild 3) und damit auch die Emissionen (Tabelle 1) wird deutlich, dass das Pendeln mit dem Auto der größte Verursacher von klimarelevanten Emissionen im Bereich der Arbeitswege ist: 75,75% der Emissionen entstehen durch PKW. Das wirkt sich auch auf die Gesamtemissionen des Pendelverkehrs aus, welche 7.356t CO2 pro Jahr betragen. Im Vergleich zu den Emissionen aus dem Energiebereich (Strom und Heizung) in Höhe von ca. 42.000t CO2 wird deutlich, dass der Bereich Mobilität für den Klimaschutz in der Landeskirche eine wichtige Rolle spielt. Dabei ist zu beachten, dass in den genannten Werten die Emissionen aus Dienstreisen noch gar nicht berücksichtigt wurden – diese wurden in einer weiteren Befragung untersucht.

Im Hinblick auf die Klimaschutzbemühungen der Landeskirche stimmt ein weiteres Ergebnis der Befragung sehr zuversichtlich: 31,7% bzw. 23,3% der PKW-Nutzer/innen können sich einen Umstieg auf das Fahrrad bzw. den ÖPNV zumindest für Teilstrecken vorstellen. Zudem haben viele Befragte schon sehr konkrete Ideen, wie die Landeskirche eine ökologische Mobilität fördern könnte, u.a. durch die Einführung eines Jobrads oder einen Zuschuss zu einem ÖPNV Ticket. Diese Vorschläge werden nun im Rahmen der Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes evaluiert und in den Katalog möglicher Maßnahmen aufgenommen.

Fazit

Auch wenn die Befragung kein vollständig repräsentatives Bild der Arbeitswege liefert, so zeigt sich doch deutlich, dass die Fahrten zur Arbeit einen wesentlichen Beitrag zu den Emissionen der Landeskirche leisten. Dieser Beitrag wurde bisher unterschätzt. Für die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes bedeutet das vor allem, dass das Handlungsfeld Mobilität noch relevanter wird, um die Klimaschutzziele der Landeskirche zu erreichen.

 

Schaubild 1 

 Verteilung nach Berufsgruppen

 

Schaubild 2 

Anteil der Befragten nach Verkehrsmittel

 

Schaubild 3 

Anteil der Teilnehmenden nach Verkehrsmittel

 

Tabelle 1

 

Verursachte Treibhausgase nach Verkehrsmittel