Hintergrund und Aktueller Stand

Aktualisiert am 09. Juni 2020

Die Erzdiözese Freiburg und die Evangelische Landeskirche in Baden haben ambitionierte Ziele: Bis 2030 möchte die Erzdiözese klimaneutral sein; die Evangelische Landeskirche will die Klimaneutralität deutlich vor 2050 erreichen. Daher entwickeln beide Kirchen gemeinsam ihre Klimaschutzkonzepte weiter. Unterstützung kommt von Seiten des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) aus Heidelberg und des Öko-Instituts (Freiburg).

Was können wir als Kirche für den Klimaschutz tun? Wie sollen wir die selbstgesteckten Ziele erreichen? Dies und mehr haben die Kirchen ihre Engagierten gefragt und auf dieser Plattform Antworten erhalten. Um Interessierte an der Erarbeitung der Konzepte aktiv teilhaben zu lassen, konnten sie bis zum 3. Juni in diesem Portal eigene Ideen und Vorschläge einbringen, begleitet von mehreren Workshops. Einige dieser Workshops mussten zwar aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden, aber dennoch sind viele Ideen zusammengekommen, die nun vom ifeu ausgewertet werden. Weiterhin können Sie ausgewählte Ideen und Vorschläge kommentieren, bewerten und diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Damit Potentiale offengelegt und die oben genannten Ziele messbar werden, braucht es eine Energie- und CO2-Bilanz auf die sich zukünftige Emissionen beziehen können. Während die Energiedaten von kirchlichen Gebäuden schon seit Jahren dokumentiert werden, gab es bisher keine Angaben im Bereich der Mobilität. Daher haben beide Kirchen ihre Beschäftigten zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Die ersten Ergebnisse zu Fragen über Arbeits- und Dienstwege sind nun online. Die Evangelische Landeskirche führte außerdem eine Online-Befragung ihrer Ehrenamtlichen zu den Klimazielen der badischen Landeskirche durch.

Über weitere Ergebnisse und Zwischenstände bei der Bearbeitung des Klimaschutzkonzeptes werden wir Sie auf den Seiten beider Kirchen informieren.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

Machen Sie jetzt mit und beteiligen Sie sich bei der Entwicklung der Klimaschutzkonzepte der Kirchen.

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Logo der Erzdiözese Freiburg

Die Erzdiözese hat sich für den Klimaschutz ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt und will bis zum Jahr 2030 als erste Diözese in Deutschland klimaneutral werden. Erzbischof Stephan hat dazu im Dezember 2018 die Kommission Schöpfung und Umwelt ins Leben gerufen und ihr den Auftrag übertragen für die Zielerreichung Sorge zu tragen.
Derzeit wird ein Klimaschutzkonzept und damit gewissermaßen eine Landkarte mit Etappenplan bis zum Ziel erstellt. Ein Klimaschutzkonzept ist ein Fahrplan oder ein Etappenplan, mit dem die Erzdiözese ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2030 erreichen möchte. Das Konzept umfasst konkrete Maßnahmen sowie einen Zeitplan und wird für die Handlungsfelder Bau und Energie, Mobilität sowie Beschaffung entwickelt. Es gilt für die Kirchengemeinden und die unselbständigen Einrichtungen der Erzdiözese.
Das Konzept wird erfreulicherweise parallel und zusammen mit der Evangelischen Landeskirche in Baden erarbeitet. In einem breiten Beteiligungsprozess sollen möglichst viele Menschen in der Erzdiözese die Möglichkeit bekommen ihre Ideen, Erfahrungen und Kenntnisse einzubringen. Im Rahmen dieser „Akteursbeteiligung“ sind Entscheider, Engagierte und Kenntnisreiche auf allen Ebenen gefragt. Das Konzept soll im Sommer/Herbst 2020 Erzbischof Stephan vorgelegt und in Kraft gesetzt werden.
Sobald der Etappenplan steht, kann die Erzdiözese sich auf die Reise begeben und die Aufgaben Schritt für Schritt abarbeiten. Dabei wird auch der Klimaschutzfonds helfen, aus dem zusätzliche Gelder für Programme, Projekte, Vorhaben und Aktionen bereitgestellt werden können.

Weitere Informationen zur Erzdiözese Freiburg 

Evangelische Kirche in Baden (EKIBA)

Logo der Evangelischen Kirche in Baden

Die Bewahrung der Schöpfung gehört zu unserem christlichen Grundverständnis. In ihren „Ökologischen Leitlinien“ hat die Evangelische Landeskirche in Baden Umwelt- und Klimaschutz als ihre Kernaufgaben festgeschrieben.
Das bestehende Klimaschutzkonzept der Ekiba läuft Ende 2020 aus. Darin hatte sich die badische Landeskirche das Ziel gesetzt, bis 2020 die CO2-Emissionen um 40% zu senken. Bis 2017 konnten die Emissionen bereits um 34 % reduziert werden. Ein wichtiges Prinzip für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes lautet: Überzeugung statt Zwang – die Kirchengemeinden sollen sich freiwillig am Energie- und Umweltschutz beteiligen. Um die Ziele zu erreichen, setzt die Ekiba verschiedene Beratungsangebote wie das Umweltmanagement Grüner Gockel, den Energiecheck Sparflamme, die Energiemission, Heizungsoptimierung und vieles mehr für Pfarrgemeinden und Kirchengemeinden ein.
Die Senkung der CO2-Emissionen um 40% sind ein gutes Ziel, aber wir möchten noch weiter kommen. Daher arbeiten wir gemeinsam mit der Erzdiözese Freiburg und unter wissenschaftlicher Begleitung des ifeu Heidelberg und des Öko-Instituts Freiburg an der Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts. Die Landeskirche will die Gemeinden bei der Weiterentwicklung des landeskirchlichen Klimaschutzkonzepts umfänglich einbinden. Bringen Sie sich hier mit Ihren Vorschlägen und Kommentaren ein.

Weitere Informationen

 

Weitere Links & Downloads: 

 

Erneuerbare Energien in den Gebäuden der badischen Landeskirche:

Vergrößern Sie die Karte und finden Sie gute Beispiele in Ihrer Nähe

Interaktive Karte der Klimaarchitektur

 

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Karte der Klimaschutzinstrumente